Jay Asher: Dein Leuchten

Story:
Jedes Jahr zu Weihnachten reist Sierra mit ihren Eltern nach Kalifornien, um dort auf der Familienplantage Weihnachtsbäume zu verkaufen. Doch diesmal wird Sierras Welt auf den Kopf gestellt. Sierra verliebt sich – das erste Mal, unsterblich und mit aller Macht. In Caleb, den Jungen mit den Grübchen, der Weihnachtsbäume verschenkt und eine dunkle Vergangenheit verbirgt, denn Caleb soll seine Schwester angegriffen haben. In seiner Heimatstadt ist er deshalb ein Außenseiter. Sierras Eltern, ihre Freunde, alle warnen sie davor, sich auf ihn einzulassen. Doch Sierra kann nicht glauben, dass Caleb gefährlich ist, und riskiert alles, um ihre große Liebe zu gewinnen …

Bewertung: Viele sehen in diesem Buch nur ein einfaches für zwischendurch. Was ich davon halte? Schwierige Frage. Ich liebe Jay Ashers Art, Geschichten zu erzählen, gleichzeitig voller Tempo ohne dabei aufgeregt zu sein, oder irgendetwas zu übergehen. Ich liebe Sierra, weil sie traurig und glücklich zu gleich ist und es trotzdem immer wieder geschafft hat, mich zum lachen zu bringen. Sicher ist es nicht so spannend wie Ursula Poznanskis „Erebos“, oder so wichtig wie Nic Stones „Dear Martin“, aber defininitv ist es eine berührende Liebesgeschichte für die Weihnachts – oder sonst irgendeine – Zeit. Und zu guter letzt liebe  ich natürlich Caleb, weil er nicht aufgibt, egal, was passiert. Warum war diese Frage also schwierig? Weil die Botschaft des Romanes simpel und leicht zu erraten ist, einen verborgen Sinn konnte ich nicht zwischen all den Weihnachtsbäumen endecken. Das hört sich jetzt wahrscheinlich seltsam an, doch eigentlich hatte ich mir genau das erhofft. Denn in letzter habe ich so viele sozialkritische Bücher gelesen, das ich einfach nicht mehr konnte. Ich war teilweise richtig deprimiert, weil ich das Gefühl hatte, sowie nichts ändern zu können. Was hoffentlich nicht das Ziel der Autoren ist. Und dann endeckte ich dieses kleine Wunderwerk und wusste, das ist jetzt perfekt. Was es auch ist. Außerdem bescherte es mir ein dauergrinsen, eine schlaflose – verlesene – Nacht und einen mords Appetiet auf heiße Schokolade mit einer Zuckerstange. Kleiner Tipp, letzteres ist tatsächlich ziemlich eklig. Genau wie Gummibärchen Toast, das bei Araminta Spuck (ich war mal größter Fan) als eine Köstlichkeit beschrieben wird, in Wirklichkeit allerdings wie Zement an deinem Gaumen klebt.

Cover: Oooooooooooh wie süüüüüüüüüüüß! Ich bin total vernarrt in diese Farben (die übrigens SUPER mit Jenny Hans „Feuer und Flamme“ harmonieren.) Sierra hab ich mir zwar echt anders vorgestellt, doch das ist Geschmackssache. Auf jeden fall ein Highlight in jedem Bücherregal.

Infos: Das Paperback ist mit 320 Seiten für 14,99€ beim cbt Verlag erschien, die Taschebuch Ausgabe für 9,99€ tut es ihm gleich.

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