Reif Larsen: Die Karte meiner Träume

Story:
T. S. Spivet ist zwölf Jahre alt und ein genialer Kartograf. Denn er weiß genau, dass nichts von Dauer ist. Der Whiskykonsum seines Vaters wird ebenso in Diagrammen festgehalten wie die Anatomie von Glühwürmchen. Inmitten seiner merkwürdigen Familie lebt er auf einer Ranch in einem flachen Tal in Montana. Und eines Nachts begibt sich T.S. auf die Reise nach Washington und damit in ein unglaubliches Abenteuer.

Bewertung:
Dieses Buch ist wirklich ungewöhnlich, und ihm wird, meiner Meinung nach, viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Doch warum ungewöhnlich? Reif Larsen hat den Roman nicht nur wunderbar geschrieben, sondern ihn zusätzlich mit vielen schönen (zumeist wissenschaftlichen) Zeichnungen und Diagrammen ausgestattet. Neben diesen micro Kunstwerken steht meisten noch eine kleine Randbemerkung oder detaillierte Geschichten, die einen am Anfang noch sehr erfreuen, die einen aber gegen Ende eher nerven und immer wieder aus dem eigentlichen Erzählstrang heraus reißen. Was wirklich schade ist! Dieser ist nämlich mit einer Intensität erzählt, die einen schier umhaut. Die Charaktere wirken sehr lebendig, und alles scheint einen tieferen Sinn zu haben. Bis Reif am Ende die Luft ausgeht, und alles abstrus und gehetzt wirkt. Es wird immer verworrener und verwirrt einen zunehmend. Und dann, Bumm, ist das Buch plötzlich vorbei. Am Beginn der Geschichte nimmt er sich noch so viel Zeit (manchmal fast zu viel), doch dann geht es plötzlich ganz schnell. Und das, muss ich sehr zu meinem Leidwesen gestehen, mindert den „Wert“ der Geschichte ganz erheblich.

Cover:
Das oben abgebildete Titelblatt, gefällt mir sehr gut. Es nimmt schön Bezug zur Geschichte. Allerdings ist diese Ausgabe kaum noch erhältlich. Ihr müsst euch dann, höchst wahrscheinlich, mit der unten abgebildeten Ausgabe zufriedenstellen. Die ja auch nicht hässlich ist.


Infos:
Das beim Fischerverlag erschiene Buch kostet als Taschenbuch 12,95€. Beim Hardcover vermute ich, dass es vergriffen ist, freue mich aber natürlich über eine Richtigstellung seitens der Leserschaft.

 

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